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Natascha Schmitt siegt mit 10 Minuten Vorsprung beim Ironman 70.3 Luxembourg

Nach den heftigen Regenfällen in den vergangenen Wochen und Tagen musste der Triathlon schweren Herzens in einen Duathlon umgewandelt werden, da die Mosel, in der ursprünglich geschwommen werden sollte, aufgrund von Hochwasser und Verschmutzung zum Schwimmen nicht geeignet war. Pünktlich um 9:02 Uhr fiel der Startschuss für die Profi-Damen über 6 Kilometer Laufen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Natascha erwischte einen sehr guten Start und konnte sich direkt an die Spitze des Feldes setzen und das Tempo kontrollieren.

Nach der Hälfte der ersten Laufstrecke erhöhte die Frankfurterin gemeinsam mit Jil Gloesner und Alice Hector das Tempo. Nach knapp 6 Kilometern und einer Zeit von 21:55 Minuten konnte die 30jährige gemeinsam mit Jil Gloesner in die Wechselzone einlaufen. Nach einem schnellen Wechsel saß die Frankfurterin dann allerdings als Erste auf dem Rad und entschied sich ‚nicht lange zu fackeln’, sondern von Anfang an ein hohes Tempo anzuschlagen.

Bereits nach wenigen Kilometern hatte die Frankfurterin einige Meter zwischen sich und die Konkurrenz gelegt und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. „90 Kilometer so ganz alleine an der Spitze zu fahren ist natürlich nicht ganz einfach. Ich musste mich ständig motivieren mein Tempo zu halten und nicht nachzulassen. Zudem war es auf der Strecke ziemlich windig, sodass ich froh war, mein Rad nach 2:25:28 Minuten gegen meine Laufschuhe tauschen zu können“, so Natascha. Bis dahin hatte die Frankfurterin nur ihre Leistung im Blick, wie groß ihr Vorsprung war, erfuhr sie erst nach gut fünf Laufkilometern.

„Als ich hörte, dass ich mir ein Polster von mehr als 7 Minuten auf meine Verfolgerinnen herausgefahren habe, ist mir erst mal ein Stein vom Herzen gefallen. Nach den zwei vierten Plätzen, bei denen ich meinen dritten Platz immer im abschließenden Halbmarathon verlor, war ich doch ein wenig verunsichert. Doch dieser Vorsprung muss reichen sagte ich mir und versuchte mein anvisiertes Tempo zu halten und mich gar nicht auf dem Polster auszuruhen,“ so Natascha.

Von Runde zu Runde verlor die Sportwissenschaftlerin diesmal keine Zeit, sondern baute ihren Vorsprung weiter aus und siegte nach 1:26:45 Minuten und einer Gesamtzeit von 4:17:28 Minuten. Am Ende war die 30jährige 10 Minuten schneller als die Konkurrenz und konnte den zweiten Ironman 70.3 Sieg ihrer Karriere feiern. „Nach den zwei vierten Plätzen wollte ich heute unbedingt auf das Podium bzw. habe mir gewünscht das Rennen heute zu gewinnen.

So habe ich von Anfang an auf das Tempo gedrückt und beim ersten Lauf auch endlich wieder meine Laufbeine gefunden. Nach einem schnellen Wechsel konnte ich auch mein Vorhaben als Erste auf das Rad zu wechseln in die Tat umzusetzen. Dort wollte ich von Anfang an ein hohes Tempo anschlagen um den anderen Mädels keine Chance zu geben mitfahren zu können. Das dies mir so gut gelang, freut mich natürlich. Dennoch war es nicht so leicht, wie es vielleicht nach außen gewirkt hat. Die ersten 35 Kilometer sind komplett flach, sodass man sich nur in seine Aeroposition legen und Druck auf das Pedal ausüben muss.

Da der Wind doch ziemlich heftig war, war ich froh als der erste Anstieg anstand, sodass ich endlich mal aus dem Sattel gehen durfte. Zwischen drin hatte ich mal einige Hänger, bei denen ich mich immer wieder motivieren musste das Tempo weiter hochzuhalten. Dieses Mal habe ich mich wirklich darauf gefreut, das Rad gegen die Laufschuhe tauschen zu dürfen. Dieses Gefühl kannte ich aus den vergangenen Rennen nicht, da war das Laufen immer das große Fragezeichen. Als ich dann erfuhr, dass ich mir einen Vorsprung von mehr als 7 Minuten erarbeitet hatte, wollte ich mir dennoch beweisen, dass ich auch wieder eine gute Laufleistung nach dem Radfahren abliefern kann. Am Ende konnte ich mein Polster sogar auf 10 Minuten ausbauen, sodass ich meinen Sieg richtig genießen konnte.“

Nataschas Glückwunsch geht an die Zweitplatzierte Daniela Sämmler und die Drittplatzierte Katharina Grohmann und den Sieger bei den Männern Boris Stein.

Zudem möchte Natascha einen besonderen Dank an ihr gesamtes Team und ihre Sponsoren und Partner widmen, ohne die ein solcher Erfolg nicht möglich wäre.

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