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Kraft und Ausdauer zeigen, Russland sehen: Red Bull Trans-Siberian Extreme gestartet

Das längste extreme Etappenrennen für Straßenradler der Welt ist in Moskau gestartet. In 24 Tagen sollen die Radfahrer über rund 9.300 km entlang der legendären Transsibirischen Eisenbahn von Moskau bis an die russische Pazifikküste in Wladiwostok zurücklegen.

Russisches Bike-Projekt von Red Bull: Dreimal länger als Tour de France

Der Veranstalter Paul Bruck will, dass die besten Sportler nicht nur ihr Können zeigen, sondern auch Russlands Natur und Menschen kennenlernen. Die Strecke sei dreimal so lang wie die Tour de France und sechsmal so schwierig, sagte er im Interview mit Sputnik-Korrespondent Nikolaj Jolkin. „An diesem Rennen kann nicht jeder teilnehmen. Wir wählen die Sportler aus, ob sie genug Erfahrung haben, welche Leistungen sie vorher gebracht und welche Rekorde gemacht haben. Wir haben einigen abgesagt, für die anderen Gesundheitstests gemacht. Die längste Etappe von Krasnojarsk bis Swobodny von 1372 km sollen sie fast zwei Tage lang nonstop fahren.“

Edi Fuchs aus Österreich ist schon 2014 von Moskau nach Wladiwostok in Abwechslung mit einem Russen gefahren. Jetzt wagt er es in Alleinfahrt zu tun. Er kenne schon die Straßen, habe vom Wetter in fünf Klimazonen dieser Strecke eine Ahnung, das sehr unterschiedlich sei. „In Sibirien gibt es oft gute Straßen, manchmal schlechte oder gar keine Straßen. Wir haben aber gute Rennräder, die es ermöglichen, auch ohne Straßen zu fahren. Es geht natürlich langsamer und anstrengender, aber man schafft das, wenn der Wille mitspielt. Das schwierigste ist, nicht nach vorne zu denken, sondern von Tag zu Tag das Beste zu geben. Bei einigen Phasen des Rennens gelingt es, sogar das Land zu betrachten, sich dadurch auch von den Schmerzen und anderen Problemen ablenken zu lassen.“

Matthias Fischer und Martin Temmen

Martin Temmen und Matthias Fischer haben es im Duo-Team leichter. Jeder von den beiden hat aber eigene Methoden, mit der Müdigkeit zu kämpfen. Temmen meint, dass man in dieser Situation nicht langsam fahren darf, sonst schläft man ein. „Wenn man müde ist, muss man dem Hirn etwas zu tun geben. Das Schlafen wird nach einigen Tagen des Rennens wirklich zu einem Problem. Für mich ist kein Problem nachts zu fahren, weil man sich da ganz stark auf die Straße konzentrieren muss: Es ist dunkel, man sieht nicht viel. Wenn es aber wieder hell wird, die Sonne aufgegangen ist und es wieder wärmer ist, dann wird man müde und soll wirklich aufpassen, um nicht einzuschlafen.“

Die ganze Strecke ist in 14 Etappen unterteilt. Am 28. Juli wird man sehen, wer von den zehn 10 Bikern aus sechs Ländern nach Wladiwostok als Erster kommt.

© Foto: Denis Klero/Red Bull Content Pool

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