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Platz 4 beim Ironman 70.3 Austria

Der Niederösterreicher Michael Weiss kämpft bei seinem Heimrennen bis zum Schluss um die Stockerlplätze mit, ehe sich das lädierte Knie zurückmeldet. „Ich habe mir für diese Saison noch viel vorgenommen und deshalb einen Gang zurückgeschalten“, siegte beim 34-Jährigen die Vernunft. Die Mission Heimsieg ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Der Rennsonntag begann für Michael Weiss um kurz vor 4 Uhr. Drei Stunden später erfolgte bei perfekten Bedingungen der Startschuss für die 9. Ausgabe des Ironman 70.3 Austria. Michael Weiss absolvierte die 1,9 km Schwimmen im Viehofner und Ratzersdorfer See in 28:11 Minuten, stieg als 14. aus dem Wasser.

„Ich habe leider wieder den Anschluss an die Gruppe verpasst und bin relativ viel alleine geschwommen. Dafür bin ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden.“ Zum Vergleich: im letzten Jahr war der Gumpoldskirchner noch 46 Sekunden langsamer.

Die schon traditionelle Aufholjagd auf den 90 Rad-Kilometern brachte Weiss mit der drittschnellsten Zeit des Tages bis auf Rang 3 vor. „70.3 und Ironman sind zwei Paar Schuhe, auf der Halbdistanz holt man einen Rückstand nicht so leicht auf. Vor allem gegen Weltklasse-Radfahrer wie Andreas Böcherer und Nils Frommhold nicht.“

Nach 2:41:26 Stunden ging der dreifache Ironman-Sieger auf den abschließenden Halbmarathon – dicht gefolgt von Jan van Berkel, mit dem er sich in den nächsten 1:12 Stunden ein packendes Duell um Platz 3 lieferte – bis sich 3 Kilometer vor dem Ziel die Verletzung von Aix-en-Provence in einer „Light-Version“ zurückmeldete. „Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe Tempo rausgenommen. Die Saison ist noch lang und ich wollte kein Risiko eingehen.“

3:56:56 Stunden nach dem Start kam Weiss als Vierter ins Ziel, der Sieg ging wie schon beim 70.3 Pays d'Aix vor zwei Wochen an Andreas Böcherer aus Deutschland. Die Mission Heimsieg hat der Niederösterreicher aufgeschoben, nicht aufgehoben. „Jetzt war ich in St. Pölten Zweiter, Dritter und Vierter, vielleicht klappt es ja beim zehnjährigen Jubiläum im nächsten Jahr mit dem ersten österreichischen Sieg.“

Für Montag ist eine weitere Untersuchung im IMSB geplant, danach wird entschieden, wann und wo Michael Weiss die Saison fortsetzt. Hinter dem geplanten Start beim 70.3 Pescara in vier Wochen steht ein Fragezeichen. „Bis zum Ironman Austria, meinem nächsten Saison-Höhepunkt, sind es noch sechs Wochen. Ich würde diese Zeit gerne nützen, um mich zu erholen, die Therapie fortzusetzen und super zu trainieren.“

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