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Natascha Schmitt siegt beim Ironman 70.3 Rügen

In diesem Jahr sollte das Wetter eigentlich besser sein als letztes Jahr, wo das Schwimmen aufgrund von zu hoher Wellen und starker Strömung abgesagt und ein Duathlon ausgetragen wurde. Doch am Rennmorgen war das Wetter ähnlich wie im letzten Jahr. Regen, 12 Grad Außentemperatur, starker Wind und hohe Wellen warteten auf die Athleten. Doch dieses Jahr wurde das Rennen wie geplant durchgeführt.

Pünktlich um 10 Uhr wurden die Profimänner und –frauen in die Fluten geschickt. Die ersten Meter wurden laufend zurückgelegt bis es dann erstmal darum ging durch die hohen Wellen hindurch zu tauchen, bevor die Athleten mit dem Schwimmen beginnen konnten. Nach einem holprigen Start kam Natascha immer besser in Fahrt und konnte sich an die Spitze des Frauenfeldes setzen und ihren Rhythmus finden. Doch leider konnte die Frankfurterin an der letzten Wendeboje die weiteren Bojen und auch nicht den Ausgang entdecken, sodass sie viel zu weit schwamm und so ihre Führung abgeben musste. Nach 30:18 Minuten erreichte Natascha als Zweite mit knapp 20 Sekunden Rückstand die Wechselzone.

Nun gab es kein Halten mehr. Von Anfang an machte die 29jährige mächtig Druck und konnte sich nach wenigen Kilometern an die Spitze setzen. Auch der kräftige Seitenwind und Regen konnten sie nicht davon abhalten ihre bisher schnellste Radzeit bei einer Mitteldistanz auf die Straße zu zaubern. Nach 2:22 Stunden erreichte die Frankfurterin mit knapp 3 Minuten Vorsprung auf die Vorjahressiegern Yvonne van Vlerken die Wechselzone.

Ein gutes Polster für den abschließenden Halbmarathon, der in diesem Jahr mit einigen Höhenmetern bestückt war. Natascha kontrollierte von Anfang an ihr Tempo und lies sich auch nicht verrückt machen, dass die sympathische Holländerin Meter um Meter gut machte. „Die letzten Kilometer waren die Hölle. Drei Kilometer vor dem Ziel konnte ich Yvonne nochmal sehen und wusste, dass ich wohl 1:30-1:45 Minuten vor Yvonne liege. Das muss doch irgendwie reichen, dachte ich. Doch nun begann der Kampf gegen mich und meine Puddingbeine. Mit letzter Kraft kämpfte ich mich ins Ziel“ so Natascha nach dem Rennen.

Am Ende sicherte sich Natascha mit 1:28:59 Minuten für den abschließenden Halbmarathon und einer Gesamtzeit von 4:26:56 Minuten ihren ersten Sieg bei einem Ironman 70.3 Rennen.

„Ich bin überglücklich mit meinem ersten Sieg. Davon habe ich lange geträumt und mir diesen Traum heute endlich erfüllt. Eigentlich waren das heute überhaupt nicht meine Bedingungen: Hohe Wellen, starker Seitenwind und Regen. Alles, was ich eigentlich nicht mag, doch darüber habe ich mir dann wenig Gedanken gemacht und versucht an meinem Traum festzuhalten. Eigentlich wollte ich zum ersten Mal als erste Frau aus dem Wasser steigen, als das nicht geklappt hat, da ich an der Wendeboje zu weit geschwommen bin, wollte ich dann wenigstens als erste ins Ziel kommen. Ich glaube, dass war dann die bessere Alternative. Auf dem Rad lief es richtig gut, sodass ich ein gutes Polster mit auf die Laufstrecke nehmen konnte. Die letzten Meter auf des Halbmarathons waren die Hölle. Die Beine waren wie Pudding und mir wurde leicht schummrig. Am Ende konnte ich meinen Sieg gar nicht richtig genießen, so wie ich es mir in meinen Träumen immer vorgestellt habe, doch dafür war mir Yvonne van Vlerken einfach zu dicht auf den Fersen und ich zu ko. Das hole ich dann hoffentlich bei meinem nächsten Sieg nach“ so eine überglückliche Natascha nach dem Ziel.

Nataschas Glückwunsch geht an die Zweitplatzierte Yvonne van Vlerken und Annett Finger als Drittplatzierte sowie ihren Erdinger Alkohlfrei Teamkollegen Michael Raelert bei den Männern.

Fotos: Frank Wechsel von tri-mag.de
www.nataschaschmitt.de

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