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Nach der Transalp ist vor der Transalp

Auf ins nächste Bike-Abenteuer: Eine Alpenüberquerung war Benjamin Karl nicht genug. Nach der Transalp mit dem Rennrad geht es nur zwei Wochen später mit dem Mountainbike über 611 Kilometer mit mehr als 19.000 Höhenmetern von Bayern nach Italien. Der erfolgreiche Snowboarder und Partnerin Veronika Windisch haben sich ein ambitioniertes Ziel gesteckt: „Wir wollen im Mixed-Bewerb aufs Stockerl!“

Das Rennrad, sagt Benjamin Karl, ist für ihn ein Werkzeug. Um Kondition zu tanken für den Winter. „Die Geschwindigkeit reizt mich schon, aber das Mountainbike ist meine Passion. Am liebsten bin ich in der Natur unterwegs.“

Dafür hat der 29-Jährige ab Sonntag ausreichend die Gelegenheit. Von der Biathlon-Hochburg Ruhpolding in Bayern geht es nach Riva del Garda am Gardasee. In sieben Tagen werden 611 Kilometer und mehr als 19.000 Höhenmeter überwunden. Auf die 1.200 Teilnehmer aus 40 Nationen warten beim härtesten Etappenrennen der Welt spektakuläre Trails mit kräfteraubenden Anstiegen und spektakulären Abfahrten, überwältigende Pässe und traumhafte Panoramen.

„Die Strecke bietet unzählige Highlights. Wir fangen über die Grasberge an bis hinunter in die Dolomiten. Das wird echt eine geile Geschichte.“ Die Karl mit Veronika Windisch in Angriff nimmt. Die Short-Trackerin, wie der Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi dabei, war in den letzten Jahren bereits sehr erfolgreich auf den verschiedensten Rädern unterwegs. „Wir haben 2005 gemeinsam die Grundausbildung für Spitzensportler gemacht und waren schon damals viel mit dem Rad unterwegs. Damals haben wir noch gescherzt, dass wir irgendwann mal ein Rennen gemeinsam fahren, zehn Jahre später ist es so weit.“

Das Ziel ist ein Platz am Stockerl. „Das wäre eine Sensation für uns Nicht-Profis in einem richtig starken Feld, aber ich glaube, dass wir das schaffen können.“ Vorausgesetzt das Team Karl/Windisch funktioniert auch als solches. „Bei der TOUR-Transalp habe ich gesehen, wie wichtig es ist, dass man miteinander arbeitet. Als Spitzensportler musst du auch Egoist sein, aber das bringt uns hier nicht weiter.“

Auch sonst hat Karl bei seinem ersten Etappenrennen viel gelernt. „Ich habe mich drei Tage nur von Energieriegel und Gels ernährt, auf der vierten Etappe hätte ich mich fast übergeben. Diesmal werde ich mehr mit natürlicher Kost arbeiten.“ Honigbrot und Früchte statt High-Tech-Nahrung.

Auf der 3. Etappe von Mittersill nach Sillian könnte sich der vierfache Snowboard-Weltmeister sogar daheim ein Brötchen schmieren, führt diese doch fast an seiner Wohnung in Lienz vorbei. „Das wird ein richtiges Highlight! Es ist ein Downhill dabei, den ich noch nicht kenne, aber die Strecke nach Leisach bin ich sicher schon 300 Mal gefahren.“

Oft mit Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata, der auch bei der BIKE-Transalp an den Start geht. „Lienz ist stark vertreten – hoffentlich haben wir am Ende alle gemeinsam Grund zum Jubeln.“

Das Team Karl/Windisch bei der BIKE-Transalp live verfolgen: hier klicken.

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