Background Image TRIA Background Image Bikestart

Ironman Lanzarote 2012 – neue Rekordzeit

TiggerTom in Action beim IM Lanzarote

(c)Thomas Frühwirth

TiggerTom setzt beim härtesten offiziellen Ironman der Welt mit 11h22min49sec eine neue magische Rekordzeit.

Der alte Rekord war bei 14h08min und wurde von keinem geringeren als vom Ex-Triathlonprofi (5. beim Ironman Hawaii als Pro) und späteren Paratriathlet Marc Herremans (2006 Weltmeister in Hawaii) gehalten. Das Tom Ihm 2h46min abnehmen kann ist genial!

Gesamtzeit: 11h22min49sec

3,8Km Schwimmen: 1h02min59sec

180Km (2550HM) Handbiken: 8h12min14sec

42,2Km Rennrollstuhl: 1h58min20sec

Gesamtrang 368 von 1691

Der SU TRI Styria Athlet Thomas Frühwirth zum Wettkampf:

„Der Wettkampf war unglaublich hart und Marc ist ja kein Nobody, sicher war ich auch auf Hawaii schon 41min schneller als er, aber 2h46min!? GENIAL!

Der Schwimmstart war ganz OK und auf den ersten 800 Metern gab es die übliche Rauferei, dieses Mal hab ich mehr eingesteckt als ausgeteilt. Danach konnte ich aber einen sehr guten Rhythmus finden.

Eine Schwimmzeit von 1h02min (mit Einstieg in den Rolli und Anfahrt – wahrscheinlich reine Schwimmzeit unter 1h!) ist bei dem Wellengang und einem 2 mal zu schwimmenden Rundkurs im offenen Meer, für mich fantastisch (späterer Sieger 54min - sprich praktisch in der 2. Spitzengruppe). Wahrscheinlich Bestzeit, innerhalb eines Ironman-Bewerbes. Danke an Karl Schweiger für das Schwimmtraining und an Camaro für den neuen Anzug, der ist genial.

Bei der sehr langen Anfahrt zur ersten Wechselzone, im Sand war nur eine schmale Matte verlegt, hat es 2 mal die Vorderräder des Rollstuhls gefangen und uns überschlagen. Einmal mich, den Rollstuhl und meinen Helfer und einmal nur mich, weil mein Helfer den Rollstuhl festgehalten hat.

Das Handbiken war brutal hart, ich hatte immer Druck auf der Kurbel, bergauf wie bergab dazu noch ein Mix aus sehr heiß, sehr windig und sehr schlechten Straßen. Es war zum Glück nicht immer sehr heiß.

Ich hatte auch wieder Gefühlsschwankungen von: glücklichster Mensch auf der Erde bis grundlos Tränen

in den Augen. Einmal ist mir die Kette abgesprungen, ich musste mich zwar auf die Straße raussetzen, aber nach 2 Minuten war alles wieder OK.

Im Bikeziel, als ich die Zeit sah wurde ich nochmals zusätzlich motiviert und habe beim Rennrollstuhlfahren alles rausgequetscht. Ich konnte nicht immer voll fahren, da die Strecke teilweise eng war und ich auf die Läufer achtgeben musste (Danke an mein spanisches Läuferwarnsystem mit Fahrrad) aber es war in Anbetracht auf die teilweise sehr anspruchsvolle Strecke super. Was soll ich noch sagen die Zeit ist GENIAL und ich bin sehr stolz!

Wenn man sich nach 1,5h im Handbike fragt: “Wie soll ich diesen Speed und diese Leistung über die volle Strecke durchhalten!?“ und es dann trotzdem weitere 6,5h tut – DAS ist Ironman und Ironman (Leidensfähigkeit) findet im Kopf statt!!!

Im Ziel hatte ich das positive Gefühl als wäre ein Teil von mir auf der Strecke zurückgeblieben.“ In der letzten Nacht konnte TiggerTom auf Grund der großen Grenzbelastung, trotz der enormen Müdigkeit und dem ausgelaugten Gefühl praktisch kein Auge zu tun, aber das ist eben auch Ironman.

Jetzt heißt es sich gut von den Strapazen erholen.

Dieser Beitrag wurde unter News, Triathlon veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.