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Tigger Tom – ITU WM Auckland

GOLD, sollte und würde jetzt hier auch stehen. Aber unglaublicher und unverschuldeter Weisewurde ich nicht zum Wettkampf zugelassen.
Am Vortag des Rennens um 21:00 wurde mir bei der technischen Abnahme gesagt, dass ein Auffahrtschutz bei den Hinterrädern seit heuer Pflicht ist. Dieser verhindert das inzwischen die Hinterräder Fahren des hintern Handbikers zum Vordermann und wird normal nur bei Straßenrennen montiert, wenn alle gleichzeitig starten, warum sie diese Regel neu eingeführt haben!?

Beim Paratriathlon ist Windschattenverbot und ein 10 Meter Mindestabstand!
Die Info wäre an alle nationalen Verbände gegangen und von denen an die Athleten verteilt, ich habe aber keine Info bekommen! Aber er meinte: sie werden eine Lösung finden. Und da ich um 21:00 so und so nichts mehr hätte machten können war damit für mich die Sache vom Tisch. Am nächsten Tag habe ich sobald ich beim Check in war auf das Problem aufmerksam gemacht, man hat mir gesagt ich soll mich zuerst komplett Anmelden und dann sehen wir weiter.

Nach der Anmeldung die 1,5 h gedauert hat! – Hieß es dann OHNE Auffahrtschutz kein Start! Natürlich habe ich dann versucht klar zu machen, dass es bei 10Metern Abstand absolut keine Sicherheitstechnische Relevanz hat und ich die Info ganz einfach nicht bekommen habe. Da ich 2010 und 2011 ja schon am Start war bin ich natürlich auch nicht von einer Änderung ausgegangen. Ich kann mich nicht mal ohne den Verband zu diesem Wettkampf anmelden also hätte ich gerne diese Infos der Regeländerungen von ihm bekommen! Die einzige Antwort war rules are rules!

Es gab kein Einsehen und die Diskussion dauerte bis zum Start und dann war der Kuchen sowieso gegessen. Dann noch zu sehen, dass die Konkurrenz nicht wirklich stärker war als 2010 und ich, dort schon gewonnen und mich doch noch um einiges weiterentwickelt habe, war schon ziemlich hart!

Ich wurde ganz einfach um einen weiteren Titel gebracht! Aber um den geht es mir gar nicht. Ich dachte bei Paratriathlon geht es um Integration und um den Sport.
Aber das ist hiermit wohl at Acta gelegt! Ironie am Rande – Zu Hause habe ich noch den Auffahrtschutz in der Hand gehalten, aber da ich ihn ja nicht brauche aus gewichtsgründen (hatte sowieso schon extremes Übergepäck) dort gelassen!

Zur sinnlosen Anreise mit horrenden Kosten kommt noch, dass der Wettkampf als Förderkriterium für 2013 gilt, ich hoffe dass der österreichischen Behindertensportverbandes und die Sporthilfe einsieht, dass es absolut nicht meine Schuld war. Leider werden meine anderen Leistungen praktisch nicht anerkannt und zählen nur die offiziellen Paratriathlon Ergebnisse, was ja aus sportlicher Sicht auch SEHR schade ist
(zumindest war es bis jetzt so, vielleicht gibt es ja ein Umdenken).

Zumindest die Landschaft auf Neuseeland ist wirklich phänomenal, aber es ist sehr windig, kalt und es regnet immer wieder. Ich hab es mir wärmer erhofft. Die Ausblicke trösten aber darüber hinweg. Noch ein paar Tage hier und dann setze ich mich ins warme Australien ab. Zuerst werde ich in der Nähe von Brisbane noch trainieren, um dann am 09.12.2012 beim Ironman Western Australien wieder großen Sport abzuliefern. So ist der Plan ….  - TOT den Bürokraten! Die Freude am Sport können auch die mir nicht nehmen!

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