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Gourmetfein weiterhin Nummer 1

ARBÖ Gourmetfein Wels Profi Riccardo Zoidl bleibt im österreichischen Radsport weiter das Maß aller Dinge. Auch in jenem Liga Bewerb, der seinen Fähigkeiten am wenigsten entgegen kommt, fährt der 24-jährige aufs Podium. Nach 158km rund um die Weinstadt Poisdorf muss er sich einzig dem Slowenen Blaz Furdi (Tirol Cycling Team) geschlagen geben. Teamkollege Sokol ersprintet mit Rang 3 nicht nur das Leadertrikot in der U23 Wertung, sondern sichert den Welsern auch die Führung im Team Bewerb der „Kaffee-Liga“

Durchwachsen ist die letzte Woche für das Team Gourmetfein Wels wie berichtet verlaufen. Pech und viele Stürze machten der Truppe schwer zu schaffen. Dem nicht genug wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag acht Welser Simplon - Xentis Rennmaschinen aus dem Team Hotel beim Giro del Friuli gestohlen.

Nervlich angespannt und spürbar unter der Last der Favoritenrolle leidend, gehen die Welser ins heutige zweite Rennen der Tchibo Top Radliga in Poisdorf. Der Trend der letzten Tage scheint sich fortzusetzen. Obwohl die Gourmetfein Equipe immer wachsam und in jeder Gruppe präsent ist, gelingt kein entscheidender Vorstoß. Der fehlende Wind trägt das Seinige bei. Vorne bekämpfen sich die Österreichischen Top Fahrer, in deren Windschatten rollen Nobodys und eine Hand von coolen „Gamblern“ locker mit. Es kommt wie es kommen muss. Eingangs der letzten Runde ist das Feld noch immer geschlossen. Eine ungünstige Situation für Ricci Zoidl, den Mann in gelb. Er ist im Moment zwar der stärkste Fahrer im Peloton, verfügt aber nicht über die Endschnelligkeit und Härte um in einem Massensprint zu reüssieren. Seine einzige, minimale Chance das Trikot des Ligaführenden zu retten besteht in einer Flucht am letzten Anstieg.

Wieder tritt der Goldwörther, unwiderstehlich an, nur der Slowene Blaz Furdi (Tirol Cycling Team) kann ihm folgen. Dahinter machen die Grünen - wie im internationalen Geschäft üblich - Barrage. Der Vorstoß gelingt. Zoidl und Furdi schaffen es bis auf die Zielgerade. Am Weg dorthin hat der Slowene, für den die österreichische Liga mutmaßlich einen niedrigeren Stellenwert hat als für Zoidl, die besseren Nerven. Er beteiligt sich nur spärlich an der Führungsarbeit. Im Zielsprint hat Zoidl keine Chance, Furdi siegt klar vor dem Goldwörther.

12sec später zeigt Jan Sokol (Team Gourmetfein Wels), dass er im Moment Österreichs schnellster Mann ist. Mit Rang drei sichert sich der Grazer nicht nur das Trikot des besten U23 Fahrers, sondern seinem Gourmetfein Team auch den Sieg in der Mannschaftswertung. Markus Eibegger wird 10er.

„Heute hab ich lange gezittert. Dass Ricci sein Trikot verteidigen kann, hab ich nicht gedacht. Nach dem Stress der letzten Tage bin ich richtig froh, dass wir heute, im für uns schwierigsten Rennen des Jahres, so erfolgreich waren. Wieder großes Kompliment an jeden Einzelnen!“, ist Wels Sportchef Andreas Grossek sichtlich erleichtert.

Am Sonntag 13.05 folgt in Laßnitzhöhe, nahe Graz der nächste Bewerb der Tchibo Top Radliga.

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