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FARIS gewinnt IRONMAN Austria

Auch wenn Faris mit außergewöhnlichen Bedingungen scheinbar besser als andere umgehen kann, war sein heutiger Sieg beim Kärnten Ironman Austria alles andere als ein Spaziergang.

Tageshöchstwerte von mehr als 35 Grad ließen nicht nur Faris, sondern jeden einzelnen der 2.500 Starter ständig am eigenen Flüssigkeitshaushalt arbeiten. Der zweite Haken an der heutigen Klagenfurt Geschichte war der neoprenfreie Schwimmbewerb. Zum ersten Mal in der Geschichte des Ironman Austria entschied man sich, den 25 Grad des Wörthersees Rechnung zu tragen und die schützende und auftriebspendene Gummihaut zu verbieten. Sowohl über die Hitze als auch das Neoprenverbot freute sich Faris, im Gegensatz zu den meisten anderen Startern. Mit hohen Temperaturen kommt er grundsätzlich gut zurecht und als guter Schwimmer, ist er im Verhältnis ohne Anzug schneller als mit.

Unmittelbar vor dem Start gab sich dann Faris nicht mehr ganz so siegessicher. Aber oft spielt der Kopf vor dem Sprung ins Wasser verrückt. Danach war dann nicht mehr viel von Problemen zu merken. Gemeinsam mit dem favorisierten Briten Philip Graves und dem Italiener Daniel Fontana wechselte Faris zum Radfahren. Graves, der großen Respekt vor der Hitze hatte, versuchte, sich möglichst viele Sekunden auf der Radstrecke fürs Laufen herauszuholen und machte sich sofort auf die Flucht nach vorne. Bis zu 2:30 Minuten konnte er herausholen. Dahinter fuhr Faris ein sehr gleichmäßiges Rennen, dem nur Fontana folgen konnte. Graves machte ihm aber weniger Sorgen als die starken Läufer Tom Lowe aus Großbritannien und der Deutsche Michael Göhner. Auf den letzten Radkilometern konnte Faris aber nicht nur den Italiener abschütteln, sondern auch den Vorsprung auf das englisch/deutsche Läuferpaar auf mehr als 10 Minuten ausbauen. Bis zum Start der heißen Marathonschlacht konnte Graves seine Führung noch behaupten, dann ging es aber schnell und Faris übernahm das Zepter. Anfänglich konnte Fontana noch mit geringem Abstand gegenhalten, musste aber auch bald seine Schrittlänge verkürzen. Kontinuierlich baute Faris seinen Vorsprung aus. Sah es für die Zuseher schon bald als sichere Sache für Al-Sultan aus, war sich er erst auf den letzten Kilometern sicher, das Rennen auch ins Ziel zu bringen. In einer Zeit von 8:11:31 h hatte er 9 Minuten auf Fontana und weitere 6 Minuten auf den Portugiesen Petro Gomes gut gemacht.

„Im Wasser ist es gut gelaufen, mit meiner Radleistung war ich zwar nicht ganz zufrieden, aber umso stärker war mein Laufauftritt mit 2:50 h. Ich bin als Favorit in das Rennen gegangen, trotzdem war ich mir erst kurz vor der Ziellinie sicher, mein eigenes Ziel auch erfüllen zu können“, war Faris Aussage nach kurzer Erholung an der Ziellinie. Mit dem Sieg in Klagenfurt hat er nach Regensburg und Frankfurt einen Hattrick geschafft. Zum 3. Mal in Folge hat er einen „Sommer-Ironman“ für sich entscheiden können.

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