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Der undankbare vierte Platz

Nach gewohnt starkem Start blieb für Jodie bei der Ironman 70.3 Europameisterschaft letztendlich der undankbare vierte Platz.

Die Regenerationszeit nach der ITU WM war kurz, aber Jodie Swallow genoss den Heimurlaub in England, um sich die olympischen Spiele live anzusehen. Sie freute sich auf den Wettkampf in Wiesbaden und war auch zuversichtlich, gut über die anspruchsvolle Radstrecke zu kommen. Beim Schwimmen im Raunheimer Waldsee sorgte sie bei den Zusehern für erstaunte Blicke, als sie mit den führenden Männern in die erste Wechselzone stürmte. Mehr als 90 Sekunden dauerte es, bis ihre ersten Verfolgerinnen, die Deutsche Anja Beranek und die Engländerin Holly Lawrence auf die Radstrecke gingen. Normalerweise gibt es auch auf dem Rad nicht allzu viele, die Jodie gefährlich werden können. Bernaek, die scheinbar in der Form ihres Lebens ist, aber auch das spanische Leichtgewicht Virginia Berasategui, kamen an diesem Tag aber besser die Anstiege hoch und zogen an Jodie vorbei. In dieser Reihenfolge ging es auch auf die 4 Runden im Kurpark von Wiesbaden. Jodie konnte zwar den Rückstand auf die vor ihr laufende Spanierin verringern, aber eben nur verringern. Hinter ihr stürmte eine weitere Deutsche, Julia Gajer, heran. In der dritten Runde war es dann leider soweit, Gajer übernahm den dritten und Jodie musste sich mit dem vierten Platz bei der Europameisterschaft zufrieden geben.

"Meine Schwimmleistung war gut und das Laufen noch besser. Ich hatte gute Beine und wusste im Rennen nicht, warum es beim Radfahren nicht lief. Als ich mein Rad nach dem Wettkampf aus der Wechselzone schob, merke ich, dass sich das Hinterrad schwer drehte. Es war schief eingespannt und schliff am Rahmen... Und das bei der EM! Wenn ich das vorher bemerkt hätte, wäre das Rennen wahrscheinlich anders ausgegangen, aber das wird nie mehr passieren", so Jodie nach dem Rennen. Ihr Blick ist jetzt nach vorne und zwar nach Las Vegas gerichtet. Sie hat jetzt noch vier Wochen Zeit, um sich auf die 70.3 Weltmeisterschaft einzustellen und vorzubereiten, was sie in der Schweiz machen wird.

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