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Berlin Marathon 2012 – „Der Mann mit dem Hammer“

(c) Thomas Frühwirth

Dieses Mal war ich etwas zu frech, habe voll riskiert und dafür gelitten.

Mit größten Qualen konnte ich noch ein einiger Maßen befriedigendes Ergebnis ins Ziel bringen. Der Wettkampf war aber echt lässig und ich bin im Nachhinein mit meiner Taktik total zufrieden.

Gesamtzeit: 1h48min12sec. Gesamtrang 8 von 29 Rennrollstuhlfahrern

Mein Ziel für den Berlin Marathon wäre eine Zeit unter 1h40min gewesen. Und so gab es eigentlich nur volles Tempo von Anfang an. Nach dem Start war die Versuchung zu groß mit der Spitzengruppe mitzufahren, auch da die hinteren Fahrer nicht wirklich schnell weggefahren sind. So habe ich die ersten 4 Kilometer mit der 6 köpfigen Spitzengruppe rund und Marcel Hug und Heinz Frei mitgehalten.

In den Kurven habe ich immer wieder ein paar Meter verloren und die nötigen Zwischensprints danach, zu Beginn des Rennens, waren einfach zu Kräfte raubend und so bin ich in die Laktatschuld gekommen. Als ich es mir eingestehen konnte, dass das Tempo für mich zu hoch ist, war es eigentlich schon zu spät. Aber wie heißt es so schön „no risk no fun“.

Ich ließ abreißen und bin dann bis Kilometer 20 alleine gefahren, da die 2 Gruppe doch etwas dahinter war. Ab dem Halbmarathon wurde es dann wirklich hart und bei KM 32 kam endgültig der „Mann mit dem Hammer“!

Es war eine Tortur und mit 1h48min konnte ich noch einiges retten. Mit dem Rennen bin ich auch total zufrieden, da es meine einzige Chance war. Aber zu den „echten“ Rennrollstuhlfahrern fehlt mir doch noch ein ganzes Stück! Heuer ist bis jetzt einfach alles aufgegangen und so hatte ich nichts zu verlieren.

Jetzt habe ich mir meine „Watschn“ abgeholt und das nächste Mal bin ich dann wahrscheinlich vernünftiger – naja mal schaun …. ;-)

Nun werde ich 2 Wochen lang meine Handbikeform auffrischen und am Schwimmen arbeiten. Ab 15.10 geht es bereits zur ITU WM 2012 in Auckland, welche am 22.10 über die Bühne gehen wird.

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