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Rachel 4. in Hawaii – Faris komplettiert als guter 10!

Nach einem 6. und einem 5. Platz in den vergangenen Jahren kann Rachel Joyce ihren Lauf mit einem sensationellen 4. Platz in Kona fortsetzen. Auch Faris Al-Sultan konnte seine Stärke in einem denkwürdigen Rennen als 10. unter Beweis stellen.

Ein geschrumpftes Profifeld wurde 2011 zum ersten Mal 30 Minuten vor den Amateuren auf die Reise geschickt. Wenig überraschend kam der Schwimmspezialist Andy Potts nach den 3,8 km als Führender in die Wechselzone. 2 Minuten später entstieg eine riesige Gruppe dem Pazifik, darunter Faris und alle weiteren großen Namen. Lange hielt sich Potts nicht in der Führung und auch die Gruppe blieb nicht so kompakt. Der Amerikaner Chris Lieto versuchte sich wie auch in den vergangenen Jahren mehrmals abzusetzen, was ihm nach der Wende auch gelang. Ein paar Athleten konnten ihm folgen, Faris war leider nicht unter ihnen. Bis zur 2. Wechselzone waren es dann 10 Minuten, die ihm auf den Führenden Lieto fehlten. Von der Hitze zermürbt ging der Münchner zwar auf die Laufstrecke aber mit der Absicht, das Rennen vorzeitig zu beenden. Auf den ersten Kilometern fand er zurück und blieb weiter im Bewerb. Es war aber noch ein langer Weg bis ins Energy Lab und zurück und die hohen Temperaturen machten es nicht gerade leichter. Im Ziel war es für Faris wie auch in den letzten 2 Jahren der 10. Platz. Kaum einer konnte sich so oft in den besten 10 der Welt platzieren wie er. Und das in einem Rennen, in dem der Australier Craig Alexander einen neuen Streckerekord in 8:03:56h aufstellte.

Den heutigen Tag fasste er nach dem Rennen folgendermaßen zusammen: „Die Bedingungen waren eigentlich perfekt, das zeigen auch die vielen schnellen Zeiten. Ich war gut in Form, konnte mich aber einfach nicht quälen. Ich habe das Gefühl, dass ich die mentalen Strapazen von Frankfurt noch immer nicht ganz verarbeitet habe. Andererseits darf ich nicht unzufrieden sein. Ein 10. Platz bei diesem Rennen ist auf jeden Fall ein gutes Ergebnis und die Konstanz über die letzten, fast 10 Jahre macht mich stolz.“

 

Bei den Damen war es wie auch im vergangenen Jahr die Engländerin Julie Dibens, die dem Rennen über einen langen Zeitraum den Stempel aufdrückte. Im Wasser setzte sie die Grundlage, die die ehemalige Weltklassemountainbikerin auf der Radstrecke bis auf knapp 10 Minuten auf die Schweizerin Caroline Steffen ausbauen konnte. Dahinter kämpfte Rachel, die nach einem guten Schwimmbewerb mit ihrer Landsfrau Leanda Cave die Verfolgung aufnahm. Für Dibens war es aber bald nach dem Radfahren vorbei. Unter anderem wegen einer Verletzung musste sie nach wenigen Kilometern das Handtuch werfen. Somit schien der Weg frei für die Vorjahrszweite Steffen. Aber es kam dann völlig anders. Von hinten stürmten die kürzlich gestürzte Chrissie Wellington und die Vorjahrssiegerin Mirinda Carefrae heran und übernahmen in dieser Reigenfolge die Führung. Auf den letzten Kilometern ging aber der Schweizerin die Kraft aus und Cave und Rachel konnten sie überholen. Damit hat Rachel ihre Serie der vergangenen Jahre wirklich fortgesetzt und einen sensationellen 4. Platz ihrem Resümee hinzugefügt.

Rachel sagte im Ziel: „Der Marathon war der härteste, den ich je gelaufen bin. Es war so heiß, dass ich nur versucht habe, meinen Körper möglichst zu kühlen. An jeder Verpflegungsstelle habe ich möglichst viel Flüssigkeit nicht nur in sondern auch über meinen Körper geschüttet. Es hat funktioniert und ich bin überglücklich über das Ergebnis.

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